In der Nacht hören wir eigenartige Geräusche bei unserem Womo. Eine Möwe hat es sich am Dach bequem gemacht. Gegen 9 Uhr weckt mich Werner. Der Abend gestern war feucht-fröhlich, lustig. Schließlich musste ja DER Fisch von Alfred gefeiert werden. Das taten wir mit norwegischem Wodka und Wachauer Wein. Ein „best off“ von den bisherigen „Seminaren“ bildete den Abschluss des Abends.
Heute ist der Wind besonders stürmisch, dennoch wagen wir uns im norwegischen Sonnenlicht raus zu Alfreds gestrigem Fanggebiet. Obwohl wir die Tidenzeit beachtet haben, sind wir etwas später als geplant, draussen. Schließlich musste noch Sprit für die Boote und Lebensmittel für uns besorgt werden. Auf unserem Boot mit Wolfgang, Werner, Alfred und mir ist lange Zeit tote Hose. Ich hab schon geglaubt, ich hab was, aber anscheinend doch eingehängt. Oder zu schnell eingeholt, wer weiss… Doch dann ist Wolfgang erfolgreich. Mit schwerem Gerät (Fischerl) zieht er einen „kleinen“ Köhler an Bord. Nachdem sich sonst lange Zeit nichts tut, wechseln wir das Revier. Doch auch hier, ausser einer Makrele beim Admiral tut sich nothing.
Das Damenboot mit Kapitanova Dina, sowie Ulla und Susanne sind um einen Makrele erfolgreicher. Ganz wichtig ! Ein Austrianer hat das Rapid Kapperl gerettet und sie mit dem Kescher aus dem Meer wieder herausgefischt. Die Rückfahrt wid wellig, windig und mehr als nass. Sofort ausgezogen – der Admiral bis auf die U-Hose – und alles in die Sonne zum Trocknen gelegt.
Johanna macht, so glauben wir, am Vormittag Mosterhamn unsicher. Sie ist recht umtriebig und richtet uns dankenswerterweise am Nachmittag die Jause gemeinsam mit Ulla und Susi her.
Werner hat sich in der Früh beim Boot die Finger stark eingezwickt. Einer ist schon ziemlich blau und stark geschwollen. Eismakrelen und Pastacool sollen hier Abhilfe schaffen. Auch Mammelinsalbe soll da helfen. Der Nachmittag wird mit Schlafen bzw. Rasten, Lesen, Beerensuche, Rätseln, Nähe, Germteil zubereiten etc. verbracht. Die Sonne verschwindet immer mehr, dunkle Wolken halten Einzug.
Urplötzlich fängt es stark zu regnen an. Wir können gerade noch die wichtigsten Utensilien von draussen ins Innere des Hauses retten. Mittlerweile wird die Boulabaisse von Wolfgang und das Abenessen von Werner (Fisch in Curry-Sahne-Sauce) zubereitet.AdjutantIn jeweils: Dina und Alfred.

